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10.05.2019

Rüttelstreifen: sicherheitsfördernd und winterhart

Mit dem Beginn der Motorradsaison startet auch die Diskussion um die Erhöhung der Verkehrssicherheit für zweirädrige Fahrzeuge. Auf der Sudelfeldstrecke in Bayern hat die Anzahl der Unfälle seit dem Einbau von Rüttelstreifen an neuralgischen Punkten abgenommen. Nachdem sie drei Jahre lang harten mechanischen Beanspruchungen trotzten, wurden die Quermarkierungen im April durch Pfnür Verkehrstechnik erneuert.

Hersteller der Rüttelstreifen ist SWARCO Road Marking Systems. Die Streifen bestehen aus einer speziell entwickelten Kaltplastik, die lösemittelfrei ist und sich aus zwei Komponenten zusammensetzt. Auf der Sudelfeldstrecke wurde sie als gelbe sowie weiß ansteigende Strichmarkierung mehrmalig quer zur Fahrbahn aufgetragen. Der dadurch entstehende Rütteleffekt steigert die Aufmerksamkeit und veranlasst Verkehrsteilnehmer zum Drosseln ihrer Geschwindigkeit. Am Sudelfeld haben die Rüttelstreifen in mehr als 1.100 Metern Seehöhe Witterungseinflüsse wie Eis, Schnee und Hitze drei Jahre lang formstabil überstanden. Auch ein vielfaches Überfahren und damit verbundene höchste mechanische Belastungen durch Schneepflüge konnten ihnen nichts anhaben.

Rüttelstreifen erhöhen durch Vibrationen und Geräusche beim Überfahren die Achtsamkeit des Fahrers. Der akustische Effekt limitiert jedoch ihr Einsatzgebiet. In bebauten Regionen sind sie nur eingeschränkt anwendbar. Erhöhte Aufmerksamkeit, Geschwindigkeitsreduktion und vorsichtigeres Fahren sprechen jedoch klar für ihren Einsatz auf gefährlichen Straßenabschnitten. Andreas Nagel, Produkt- und Verkaufsberater bei SWARCO Road Marking Systems, führt noch ein weiteres Argument ins Treffen: „Rüttelstreifen beeinträchtigen den Winterdienst mit Räumfahrzeugen in keinster Weise und überstehen diesen auch überraschend unversehrt.“

Weitere Informationen unter: www.swarco.com/rms



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