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11.06.2018

TÜV Report 2018: Fahrwerkmängel nehmen im Alter zu

Der TÜV Report 2018 bestätigt, dass Mängel an Achsfederung und Dämpfern mit zunehmendem Fahrzeugalter deutlich anwachsen. Während in diesem Punkt nur 0,2 Prozent der bis zu dreijährigen Fahrzeuge Mängel aufwiesen, sind es bei den bis zu fünfjährigen schon 1 Prozent und bei den bis zu siebenjährigen 2,7 Prozent. Bei einem Fahrzeugalter von bis zu neun Jahren erreicht der Wert schließlich 4,2 Prozent, um bei den bis zu elf Jahre alten Autos weiter auf 5,5 Prozent zu klettern. Diese Zahlen dürften der Erfahrung von BILSTEIN nach jedoch nur die Spitze des Eisbergs sein: Denn bei der turnusmäßigen Hauptuntersuchung lassen sich Dämpferschäden meist nur dann erkennen, wenn sie mit bloßem Auge zu sehen sind – hierzu zählen etwa Undichtigkeiten, die sich durch einen deutlichen Ölfilm äußern oder durch Sichtprüfung wahrnehmbare mechanische Beschädigungen an Dämpfern und Schutzrohren.

BILSTEIN empfiehlt deshalb, die Stoßdämpfer wenigstens alle 20.000 Kilometer vom Profi prüfen zu lassen – zum Beispiel im Rahmen des saisonalen Radwechsels oder einer Inspektion. Die regelmäßige Überprüfung – am besten in einer Werkstatt mit Stoßdämpfer-Prüfstand – ist sehr wichtig. Denn Stoßdämpfer lassen oft „schleichend“ in ihrer Leistung nach, so dass sich der Fahrer daran gewöhnt. Und das kann in brenzligen Situationen sehr gefährlich werden – etwa bei Notbremsungen, schnellen Kurvenfahrten oder abrupten Ausweichmanövern. Hier bricht ein Fahrzeug mit defekten Stoßdämpfern unerwartet schnell aus, weil die Reifen weit früher als üblich an Bodenhaftung verlieren. Zusätzlich verlängert sich der Bremsweg um bis zu 20 Prozent, das Aquaplaning-Risiko steigt und elektronische Assistenzsysteme wie ABS und ESP werden regelrecht „ausgehebelt“.

Um einem Sicherheitsrisiko vorzubeugen, sollten Autofahrer ihre Werkstatt deshalb aktiv auf einen Stoßdämpfer-Check ansprechen. Dies trifft besonders dann zu, wenn schon viele Kilometer auf dem Tacho stehen und noch kein Dämpferaustausch erfolgt ist. Umgekehrt gilt dies natürlich auch für die Werkstätten, die ihre Kunden im Rahmen von Hauptuntersuchungs-Terminen, Inspektionen und Räderwechseln gezielt für die Problematik sensibilisieren können.

www.bilstein.com



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