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01.03.2018

Smart Textiles auf dem Prüfstand - neue Methoden zur Produktsicherheit

Die Verbindung von Textil und Elektronik wird zunehmend fruchtbarer: 2017 sollen weltweit über 131 Mio. Kleidungsstücke mit Intelligenzfaktor hergestellt werden. Solche „Smart Textiles“ kommen aber zunehmend auch in Fahrzeugen, sicherheitsrelevanten Bauteilen und in der Medizintechnik zum Einsatz. Gründe genug für das Textilforschungsinstitut Thüringen-Vogtland (TITV), im Interesse der Produkt- und Nutzersicherheit, ein leistungsfähiges Labor zur Prüfmethodenentwicklung für elektrisch leitende Textilen zu eröffnen
Noch vor dem Marktstart benötigt die Industrie zum zuverlässigen Einsatz leitfähiger Fasern, textilbasierter Sensoren, Kontaktierungen und Zuleitungen für Heiz- und Leuchtapplikationen neue geeignete Prüfmethoden. Am TITV, das – als eine der ersten Forschungseinrichtungen überhaupt – vor 20 Jahren die Entwicklung elektrisch leitender Fäden begann, sollen in den neuen Prüfräumen komplexe Materialversuche, Lebensdauertests und dynamische Belastungssimulationen für die vielfältigen Arten von Smart Textiles entwickelt werden. Neu sind beispielsweise eigens entwickelte Testmethoden, bei denen mechanische Belastungsprüfungen mit elektrischen Funktionstests kombiniert werden.
Mit Blick auf leuchtende oder warnende Schutzbekleidung, smart-textile Therapieprodukte und Biomonitoring per Sport- oder Freizeitbekleidung gilt es dabei, mögliche Schadensfälle durch fehlerhafte Leiterbahnen bzw. beschädigte Kontaktierungen vermeiden zu helfen. Für Smart Textiles gibt es in Europa mit der DIN EN 16812 bisher nur eine Prüfnorm. Greizer Forscher wie der stellvertretende Leiter für Forschung und Entwicklung, Kay Ullrich, haben an dieser Norm aktiv mitgewirkt und werden auch künftig auf diesem Prüfgebiet die Arbeit des CEN in Brüssel und des DIN in Berlin unterstützen.

Weitere Informationen unter www.titv-greiz.de.



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