Verlag > Technische Sicherheit > Artikel
   

Technische Sicherheit - Ausgabe 3/2017

Achtungsabstände nach KAS-18 unter Berücksichtigung von Zweiphasenströmung und Spray

Im Leitfaden KAS-18 werden in den Beispielberechnungen bei der Freisetzung von Flüssigkeiten die Bildung einer Zweiphasenströmung und der Effekt des Spray-Verhaltens bislang nicht berücksichtigt. Es wird vorausgesetzt, dass auch bei druckverflüssigten Gasen reine Flüssigphase aus dem Leck austritt und somit der Massenstrom stark überschätzt. Weiterhin wird angenommen, dass der gesamte Flüssiganteil nach der Flash-Verdampfung ausregnet und eine Lache bildet, aus der dann zeitlich verzögert eine Verdunstung in die Atmosphäre stattfindet. Experimentelle Untersuchungen zeigen allerdings, dass dieser Ansatz zumindest bei der Freisetzung druckverflüssigter Gase nicht konservativ in Bezug auf den gasförmigen Massenstroms ist. Nachfolgend wird zunächst ein Modell zur Berechnung der Zweiphasenströmung vorgestellt und eine zusammenfassende Darstellung einiger Modelle zur Abschätzung des ausgeregneten Anteils der Flüssigphase gegeben. Die verschiedenen Modelle werden mit experimentellen Daten verglichen. Darüber hinaus werden für zwei Freisetzungsszenarien der angemessene Abstand nach KAS-18 mit und ohne Berücksichtigung der Zweiphasenströmung und des Spray-Verhaltens berechnet.

Autor(en):
Schalau, B.; Acikalin, A.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Technische Sicherheit 3/2017, Seite 34-41
Sie können diese Ausgabe gerne bei uns bestellen.


IMPRESSUM  |  DATENSCHUTZ  |  © VDI Fachmedien GmbH & Co. KG 2020