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Technische Sicherheit - Ausgabe 11-12/2011

Erdbebenvorsorge bei Seveso-II-Betrieben

Ein Erdbeben ist i. d. R. ein naturbedingtes Ereignis, durch dessen Wirkung auch technologische Störfälle ausgelöst werden können. Durch Zerstörung oder Beschädigung von Anlagen, die gefährliche Stoffe beinhalten, sind Ereignisse zu befürchten, deren Folgen das Schadensausmaß der in Deutschland zu erwartenden materiellen Erdbebenauswirkungen weit überschreiten. Bei Betrieben, die dem Anwendungsbereich der Störfall-Verordnung unterliegen, sind nach den allgemeinen Betreiberverpflichtungen auch Vorkehrungen zur Verhinderung von Störfällen zu treffen, die durch umgebungsbedingte Gefahrenquellen wie z. B. Hochwasser oder Erdbeben ausgelöst werden können. Darüber hinaus verlangt das Störfallrecht vom Betreiber vorbeugende Maßnahmen um die Auswirkungen von Störfällen so gering wie möglich zu halten. Danach hat die konstruktive Gestaltung und Beschaffenheit von Anlagen so zu erfolgen, dass bei Störfällen keine zusätzlichen Gefahren, z. B. durch Bauteilversagen, hervorgerufen werden.

Autor(en):
Waldschmitt, F.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Technische Sicherheit 11-12/2011, Seite 16-19
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