Verlag > Technische Sicherheit > Aktuell
   

News

24.11.2017

rescEU: System zur Bewältigung von Naturkatastrophen

Die Europäische Kommission hat am 23. November in Brüssel neue Pläne zur Stärkung der Fähigkeit Europas zur Bewältigung von Naturkatastrophen vorgelegt. Zentrale Komponente ist die Einrichtung von rescEU, einer auf europäischen Ebene angesiedelten Reserve von Katastrophenschutzkapazitäten, wie z. B. Löschflugzeugen zur Bekämpfung von Waldbränden oder medizinischen Notfallteams. Diese Ressourcen werden die nationalen Kapazitäten ergänzen und von der Europäischen Kommission verwaltet und eingesetzt werden, um Länder, die unter Naturkatastrophen leiden, zu unterstützen. Der Präsident der Europäischen Kommission hat die Initiative als Teil seiner Agenda für ein Europa, das schützt, ins Leben gerufen. Die Europäische Union soll dadurch handlungsfähiger werden, wenn Mitgliedsstaaten im Katastrophenfall Hilfe benötigen. Der Vorschlag der Kommission beruht auf zwei einander ergänzenden Aktionsfeldern: Zum einen einer verstärkten gemeinsamen Reaktion auf europäischer Ebene und zum anderen einer verbesserten Katastrophenprävention und -vorsorge. Stärkung der europäischen Kapazitäten für die Katastrophenabwehr ist rescEU. Alle Kosten und Kapazitäten von rescEU sollen vollständig von der Europäischen Union finanziert werden, wobei die Kommission die operative Kontrolle über die Ressourcen behält und auch über ihren Einsatz entscheidet. Am EU-Katastrophenschutzverfahren beteiligen sich neben sämtlichen EU-Mitgliedstaaten auch Island, Norwegen, Serbien, die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Montenegro und die Türkei. Auch die Teilnahme an rescEU soll diesen Ländern als Zeichen der europäischen Solidarität angeboten werden. 

www.ec.europa.eu/germany



IMPRESSUM  |  © SPRINGER-VDI-VERLAG 2017