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12.10.2017

Sechs von zehn Unternehmen fühlen sich von IT-Angriffen bedroht

Sechs von zehn Unternehmen (61 %) geben an, dass sie das Risiko, Opfer von Hackern oder Cyberkriminellen zu werden, für sehr groß halten. In den vergangenen zwölf Monaten wurden zwei Drittel der Unternehmen (67 %) Opfer von mindestens einem IT-Angriff, weitere 14 % vermuten einen solchen, sind sich aber nicht sicher. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des IT-Sicherheitsunternehmens F-Secure unter 750 Unternehmen mit 50 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland.

Vor allem Phishing-Angriffe und Angriffe mit sogenannter Malware, mit der auf dem Computer des Opfers schädliche Funktionen ausgeführt werden, sind weit verbreitet: 41 bzw. 36 % der Unternehmen haben solche Attacken festgestellt. Deutlich seltener sind IT-Sicherheitsvorfälle, die unbewusst durch eigene Mitarbeiter verursacht wurden (15 %) oder Versuche, durch Ausprobieren an Passwörter zu kommen (13 %) sowie Identitätsdiebstahl von Geräten oder Personen (12 %). Rund jedes neunte Unternehmen (11 %) ist mit Ransomware infiziert worden, bei dem Erpresser Geld für die Entfernung der Software verlangen.

Aktuell nutzen neun von zehn Unternehmen Virenscanner und Firewalls (je 90 %) und erstellen regelmäßig Backups ihrer Daten (88 %). Jeweils gut drei Viertel setzen einen Passwortschutz auf allen Geräten ein (75 %) und haben die Möglichkeit, den E-Mail-Verkehr zu verschlüsseln (73 %). Rund jedes zweite Unternehmen verschlüsselt Daten auf Datenträgern wie Festplatten (56 Prozent), betreibt ein Patchmanagement (49 Prozent) und hat sein internes Firmennetzwerk gegen Datenabfluss von innen abgesichert (48 %). Vier von zehn Unternehmen führen Penetrationstests durch (39 %). Jeweils ein Drittel der Unternehmen nutzen ein Intrusion Detection System oder ein Security Information and Event Management-System oder setzen ein erweitertes Verfahren zur Benutzeridentifikation auf Endgeräten ein (je 35 %).

Die große Mehrheit der Unternehmen, die von einem IT-Angriff betroffen waren oder es vermuten, verschärft die eigenen Sicherheitsvorkehrungen. 45 % haben in Sicherheitstechnologie investiert, 36 % regelmäßige Bedarfsanalysen für IT-Sicherheit eingeführt und 33 % setzen auf zusätzliche Sicherheitsanforderungen. Drei von zehn Unternehmen (31 %) haben zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, jedes fünfte (22 %) den IT-Sicherheitsanbieter gewechselt und in 13 % der Unternehmen wurden Mitarbeiter entlassen. Nur jedes neunte Unternehmen (11 %) hat keinerlei Maßnahmen getroffen.

www.bikom.org




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