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11.07.2017

Forschungsvorhaben zum Strahlenschutz beim Stromnetzausbau gestartet

Mit einem groß angelegten Forschungsprogramm wird das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums verstärkt mögliche gesundheitliche Auswirkungen von Stromleitungen untersuchen. Geplant sind über 30 Vorhaben und Projekte.

Nach derzeitigem Stand gehen von elektrischen und magnetischen Feldern im Umkreis von Hochspannungsleitungen keine direkten Gesundheitsgefahren aus, wenn die Grenzwerte eingehalten werden. Diese sind in der 26. Bundes-Immissionsschutzverordnung festgeschrieben. Allerdings liegen einzelne wissenschaftliche Hinweise zu gesundheitsrelevanten Wirkungen schwacher niederfrequenter Magnetfelder vor, die überprüft werden sollen. Wissenschaftliche Unsicherheiten in der Risikobewertung bestehen auch bezüglich statischer elektrischer Felder, wie sie in der Umgebung der geplanten Gleichstromleitungen (HGÜ-Leitungen) vorkommen.

Das BfS hat bereits umfangreiche Erfahrungen bei der Aufklärung über mögliche gesundheitliche Auswirkungen neuer Technologien im Bereich des Strahlenschutzes gesammelt. Mitte der 2000er Jahre initiierte die Bundesbehörde das Deutsche Mobilfunkforschungsprogramm, das weltweit bislang größte Vorhaben auf diesem Gebiet. Ziel ist es auch beim aktuellen Vorhaben, möglichst breit und interdisziplinär auch mit Betreibern und Betroffenen zu diskutieren.

Auf einer Fachtagung wird das Forschungsvorhaben vorgestellt:
VerweisForschungsprogramm Stromnetzausbau

www.bfs.de




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