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11.04.2017

Verein zum Schutz kritischer Infrastrukturen in Europa gegründet

Egal, ob Naturereignisse, Terrorattacken, technische Defekte oder menschliches Versagen – Katastrophen treten plötzlich ein und legen Versorgungs- und Transportwege lahm. Im Ernstfall entscheiden gute Ausbildung, schnelle Entscheidungsfähigkeit und vernetztes Handeln über Menschenleben und die Höhe des finanziellen Schadens. Zur Verbesserung der Schutzkonzepte gründete ein Konsortium unter der Federführung des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme IAIS den „2E!SAC – Verein zur Verbesserung der Resilienz vitaler Infrastrukturen in Europa e.V.“

Der Verein dient dem Zweck des nachhaltigen Forschungstransfers: Mit vereinten Kräften wollen die derzeit noch neun Gründungsmitglieder die Voraussetzungen zur Einrichtung eines europäischen Zentrums zur Krisenprävention schaffen. Die Schutzkonzepte zur Prävention müssen ständig an technische, politische und wirtschaftliche Änderungen angepasst werden. Die Krisen machen auch vor Grenzen nicht Halt, so ist eine funktionierende europaweite Zusammenarbeit von Rettungsdiensten, Feuerwehr, Behörden und Betreiber Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) von höchster Relevanz.

In einer Machbarkeitsstudie haben die Forscher aufgezeigt, wie ein europäisches Zentrum zur Krisenprävention umgesetzt werden kann. „European Infrastructures Simulation and Analysis Centre“– kurz EISAC – wird es heißen. Mittels Knotenpunkten in den beteiligten EU-Ländern vernetzen sich die Einrichtungen untereinander. Langfristig sollen den Anwendern damit Simulationen, Analysen, Training und Dienstleistungen der Forschungspartner umfassend zur Verfügung stehen. Die Tools und Technologien werden länderspezifisch angepasst und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gefördert.

Gründungsmitglieder des Vereins sind neben Fraunhofer für Deutschland auch die ENEA und Università Campus Bio-Medico di Roma (Italien), TNO und Deltares (Niederlande), CEA (Frankreich), University of Cyprus (Zypern), Acris GmbH (Schweiz) und Tecnalia (Spanien).  

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