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07.04.2017

Fußgängerunfälle meist mit schweren Verletzungen

Mehr als jeder dritte innerorts getötete Verkehrsteilnehmer ist nach einer Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) ein Fußgänger (2015: 377 von 1 048). Als ungeschützte Verkehrsteilnehmer haben sie bei einem Zusammenstoß mit einem Auto, einem Lkw oder einem Kraftrad immer die schlechtere Position. Und das auch bei geringen Geschwindigkeiten, wie eine UDV-Analyse zeigt: Bei einem Drittel der Pkw-Unfälle mit schwerverletzten oder getöteten Fußgängern war die Geschwindigkeit des Autos nicht höher als 10 km/h. Weniger als ein Drittel der Pkw waren schneller als 40 km/h.

Für die dominierende Kollisionsart (59 %), den Frontalaufprall, hat die UDV festgestellt, dass die Fahrzeuggeschwindigkeit einen entscheidenden Einfluss hat. Eine Verhinderung des Aufpralls bzw. eine deutliche Verringerung der Aufprallgeschwindigkeit durch automatische Notbremssysteme mit Fußgängererkennung für alle Pkw hat sich deshalb als die wirksamste Maßnahme erwiesen.

Neue Erkenntnisse hat die UDV bei der Analyse des Heckanpralls (17 %) gewonnen: Mehr als ein Drittel dieser Unfälle, die in der Regel bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten passieren, endet mit schweren Verletzungen. Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen waren 86 % der geschädigten Fußgänger über 70 Jahre alt. Zum anderen hatte nur jeder 14. Autofahrer den Fußgänger bemerkt und dann auch gebremst. Weitere Ergebnisse:

- Die meisten dieser Unfälle passierten bei Parkmanövern.
- Der Großteil der Verunglückten waren Frauen. Die Verletzungen der Fußgänger stammten fast immer vom Aufprall auf den Boden.
- Die allermeisten Unfälle passieren bei Tageslicht.

Nach Ansicht der UDV können hier nur technische Lösungen, wie Parkassistenten helfen. 

www.udv.de



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