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Technische Sicherheit - Ausgabe 10/2012

Kollaborierende Roboter

Konzept und Realisierung eines biofidelen Messgeräts zur Begrenzung der Kollisionsbelastung auf Personen bei Arbeitsplätzen mit kollaborierenden Robotern

Im Bereich der Industrieroboter werden seit einigen Jahren Arbeitsplätze eingerichtet, bei denen Personen sehr eng mit Robotern zusammenarbeiten. Bei solchen Arbeitsabläufen können mit einem gewissen Restrisiko Kollisionen zwischen Mensch und Roboter stattfinden. Im Rahmen der erforderlichen Risikobeurteilung muss die dabei auftretende Belastung für kritische Kollisionsvorgänge mit einem biofidelen, also mechanisch menschenähnlichen Messgerät gemessen werden. Im Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) wurde ein solches Kraft-Druck-Messgerät für die betrieblichen Praxis entwickelt. Es erfasst und bewertet die vom Roboter einwirkende äußere Gesamtkraft und das lokale Druckmaximum in der Kollisionsfläche. Das Messgerät besitzt einen zweistufigen Kompressionsaufbau, der die Verformbarkeit an relevanten kollidierenden Körperstellen simuliert. Das Trägheits- und Bewegungsverhalten des menschlichen Körpers kann bei einem fixierten Messgerät nicht direkt mechanisch abgebildet werden. Dieses Verhalten wird daher im Messgerät flexibel softwaretechnisch realisiert. Das Kraft-Druck-Messgerät KDMG-KOLROBOT hilft den Betrieben, einen Arbeitsplatz mit dem kollaborierenden Roboter derart zu gestalten und zu parametrieren, dass die mechanische Körperbelastung auf den normativ zulässigen Bereich reduziert wird.

Autor(en):
Ottersbach, H.-J.; Huelke, M.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Technische Sicherheit 10/2012, Seite 14-19
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