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Technische Sicherheit - Ausgabe 1-2/2012

Probleme mit der Gefährdungsbeurteilung bei Expositionen durch künstliche optische Strahlung

Bei einer Reihe von Arbeiten kann ultraviolette, sichtbare oder infrarote Strahlung auf Arbeitnehmer einwirken. Beispiele hierfür sind das Schweißen, Arbeiten an Glas- und Metallschmelzen, der Betrieb von Gasbrennern (Bild 1), der Einsatz von UV- und IR-Strahlern zur Trocknung von Lacken, Farben und Klebern, zur Rissprüfung und zur Sterilisation, sowie der Umgang mit Lasergeräten [1]. UV-, sichtbare und IR-Strahlung werden zusammenfassend als optische Strahlung bezeichnet. Sofern Beschäftigte an Arbeitsplätzen durch optische Strahlung zu stark exponiert werden, können Schädigungen an den Augen (Hornhaut-/Bindehautentzündung, Linsentrübung, Netzhautverbrennung), an der Haut (Sonnenbrand, Hautalterung, Hautkrebs) und am gesamten Körper (Schädigung des Immunsystems) auftreten. Um solche Gefährdungen zu verhindern, wurde im Juli 2010 die Arbeitsschutzverordnung zu künstlicher optischer Strahlung (OStrV) [2] erlassen. Sie verlangt vom Unternehmer, Gefährdungen durch Expositionen Beschäftigter gegenüber optischer Strahlung an Arbeitsplätzen zu ermitteln, zu bewerten und bei Bedarf Maßnahmen zur Vermeidung oder Verringerung gefährlicher Expositionen zu ergreifen. Die Verordnung legt dazu Expositionsgrenzwerte fest, die nicht überschritten werden dürfen.

Autor(en):
Siekmann, H.

Der vollständige Beitrag ist erschienen in:
Technische Sicherheit 1-2/2012, Seite 43-46
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